Neue Funktion beim TC.ACS-Netzsimulator ermöglicht höhere Ströme, z. B. bei der Prüfung von einphasigen Bordladegeräten für E-Autos
REGATRON-Netzsimulatoren bieten bedeutende Vorteile beim Testen von Ladegeräten bis 22 kW. Neu steht der doppelte Nennstrom im Einphasenbetrieb zur Verfügung. Erfahren Sie mehr in diesem Artikel.
Die Ladetechnik für Elektroautos ist ein wichtiger Faktor bei der fortschreitenden Verbreitung der E-Mobilität. Für das Laden von E-Auto-Batterien gibt es im Leistungsbereich bis 22 kW sowohl einphasige als auch dreiphasige Ladegeräte. Sie sind typischerweise als Bordladegerät (On-Board-Charger, OBC) im E-Auto eingebaut.
Die Ladegeräte müssen für alle weltweit gängigen Stromnetze entwickelt und qualifiziert und im Anschluss an die Fertigung geprüft werden. Der hierfür verwendete Netzsimulator soll also ein breites Spektrum von Netzspannungen und -bedingungen in einphasigen und dreiphasigen Stromnetzen simulieren können.
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Parallelschaltung der Phasen
Um den genannten Anforderungen gerecht zu werden, hat REGATRON den vielseitigen Netzsimulatoren der TC.ACS-Serie die neue Funktionalität Phase Connections hinzugefügt. Sie bietet die Möglichkeit, einzelne Phasen in verschiedenen Konfigurationen parallel zusammenzuschalten. Dem Anwender stehen sowohl manuelle als auch programmierbare/automatisierbare Funktionen zur Verfügung, um die vier aktiven Ausgangskanäle (3L+N) den Anforderung der Testprozedur anzupassen.
Für Ladegerät-Testanwendungen bis 22 kW können folgende Netze mit dem 30-kVA-Gerät der TC.ACS-Serie simuliert werden:
- 3-ph 380 – 480 VAC / max. 43 A (3L)
- 1-ph 220 – 230 VAC / max. 86 A (1L double current)
- 1-ph 110 – 120 VAC / max. 86 A (1L double current)
- Split-phase 220 – 240 VAC / max. 86 A (2L double voltage/current)
Die Vorgabe der verschiedenen Konfigurationen kann manuell mit der ACSControl Software oder über ein externes Automatisierungssystem mit Hilfe der .NET API oder der CAN-Schnittstelle erfolgen. Die Umkonfiguration zwischen den verschiedenen Phasenverschaltungen kann im Laborbetrieb manuell und beim automatisierten Testen mit im Schranksystem integrierter Schützenschaltung erfolgen. Detaillierte Angaben zu den elektrischen Eckdaten der verschiedenen Verschaltungen können den beiliegenden Datenblättern entnommen werden.
Leistungsstarke, in der Regel öffentliche DC-Ladestationen (High-Power-Charging, HPC, DC-Schnellladen) bieten höhere Ladeleistungen (50 bis 350 kW). Für das netzseitige Testen von High-Power-Ladegeräten steht das TC.ACS-50-kVA-Gerät bzw. die Parallelschaltung der Geräte (n-mal 50 kVA) zur Verfügung.
Bidirektionale AC-Quelle-Senke für Vehicle-to-Grid (V2G) / Vehicle-to-Home (V2H)
Zusätzlich zum AC-Quellenbetrieb gewinnt der AC-Senkenbetrieb für V2G/V2H-Applikationen beim netzseitigen Testen von Ladegeräten stetig an Bedeutung. Da die Netzsimulatoren von REGATRON netzrückspeisende 4-Quadranten 1-bis-3-Phasen AC-Quelle-Senken sind, eignen sie sich bestens für bidirektionale Applikationen.
Rückspeisefähige Ladegeräte gelten als Energieerzeugungsanlagen und erfordern Konformität mit den länderspezifischen Netznormen. Die Tests anhand typischer Normen wie VDE-AR 4105, VDE-AR 4110, VDE V 0124-100, IEEE 1547, UL 1741 können mit der optionalen Applikationssoftware für Netzsimulation GridSim programmiert werden. Der optional erhältliche RLC-Last-Modus bietet zudem die Möglichkeit, Prüfungen für die Inselnetzerkennung durchzuführen.
Bidirektionale DC-Quelle-Senke für Simulation der E-Auto-Batterie
Auch für das DC-seitige Testen von Ladegeräten bietet REGATRON spezifische Lösungen an. Mehr Informationen über die erfolgreiche Ladegerät-Tester-Serie G5.CT finden Sie hier.
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