Flexibilität ist nicht nur ein Wort!
Angesichts der komplexen Anwendungsprofile bei Kunden zeigt es sich, ob die vielzitierte Flexibilität von Produkten wirklich gelebte Firmenkultur und nicht nur Werbeslogan ist. Komplettlösungen beliebiger Komplexität aus einer Hand – eine Realität aus dem Hause REGATRON AG. Ein Beispiel:
Unser Kunde wünscht sich eine universelle Stromversorgung bestehend aus einem G5-Netzgerät mit 36 kW Nennleistung für den höheren Spannungsbereich und einem etwas kleineren G5 Netzgerät mit 18 kW für den Niederspannungsbereich. Die beiden Netzgeräte sollen sowohl für die Produktentwicklung als auch für die Tests der Serienprodukte eingesetzt werden. Der Kunde möchte für die Entwicklungsarbeiten die vielseitigen Programmier- und Einstellmöglichkeiten der G5-Netzgeräte ausnützen, während er für die Serientests standardisierte Spannungslevel sowie Strom- und Leistungslimiten fahren möchte, welche über zwei unabhängige Wahlschalter auf einfachste Weise abrufbar sind. Eine weitere Anforderung liegt in der Tatsache, dass die Anlage für interne und externe Transporte zu verschiedenen Einsatzorten eingesetzt werden soll.
Die REGATRON Lösung
Ausgehend von diesem Anforderungsprofil ergeben sich die folgenden Design-Werte:
- Der geforderte mobile Einsatz wird durch den Einbau der Komponenten in einen speziellen Montagerahmen gewährleistet.
- Den mechanischen Schutz während den Transportphasen übernimmt ein «Flight Case».
- Die gezielte Auswahl von Strom-/Spannungs-/Leistungsparametern wird mittels REGATRON-Peripherie-Einheiten sichergestellt.
Die Umsetzung
REGATRON bietet für den regelmässigen mobilen Einsatz von Netzgeräten «Flight Case» Lösungen an. Diese Systeme beinhalten einen 19 Zoll Montagerahmen, welcher mittels Schock- und Vibrationsabsorbern die eingebauten Module auf dem Transportweg schützt. Die Aussenhülle lässt sich für den Transport und die Lagerung der Stromversorgungen komplett schliessen. Auf eine arbeitsintensive und kostspielige Transportverpackung kann dadurch verzichtet werden.
Zu den Flight-Case-Lösungen bietet REGATRON diverse Systemoptionen an, welche vor allem die Systembedienung vereinfachen und auch mit Blick auf die Sicherheit keine Wünsche offenlassen. Für den mobilen Einsatz können die Systeme beispielsweise mit Stecksystemen für den Netzanschluss, die DC-Leistung wie auch für die Sense-Messungen ausgerüstet werden.
Alle Systeme sind standardmässig mit einem abschliessbaren AC-Hauptschalter und einem Notaus-Schalter ausgerüstet. Der Sicherheitskreis bietet zusätzlich externe Schnittstellen zum übergeordneten Notauskreis des Prüfstandes oder für den Sicherheitsverbund von mehreren REGATRON-Systemen. Die Notaus-Abschaltung bietet je nach Ausstattung einen Performance Level c oder e (PL c / PL e) gemäss DIN EN ISO 13849-2. Sollten nach der Notausabschaltung oder dem ‘Voltage OFF’ Befehl lastseitige Restspannungen durch kapazitive Speicherelemente oder rotierende Bauteile anliegen, können mit der DC Discharge Unit (DDU), trotz ausgeschaltetem Netzgerät, die Energien innert einer gewünschten Zeit entladen werden. Letztlich bieten LED Indikatoren dem Anwender die Information, ob sowohl netz- als auch lastseitig gefährliche Spannungen anliegen. Der Voltage Level Indicator (VLI) kann die Spannungsmessung auf der DC-Seite ohne Hilfsspeisung durchführen. Dies bietet den grossen Vorteil, dass anliegende Spannungen von Energiespeichern wie z.B. Batterien unabhängig von netzseitig ausgeschaltetem System angezeigt werden können.
Zur vereinfachten Bedienung bietet das System Wahlschalter sowohl für das Hochvolt- wie auch für das Niedervolt-Netzgerät. Diese erlauben es dem Anwender, zwischen MANUAL oder AUTO Betrieb zu wählen. Bei der manuellen Position (Stellung 0) können die beiden Netzgeräte wie gewohnt über das Bediendisplay HMI/RCU, die G5.Control Bedien- und Servicesoftware, über REGATRON’s Anwendungssoftware oder über externe digitale Schnittstellen wie CANmp, EtherCAT, SCPI, .NET oder WebAPI (REST) mit beliebigen Soll- und Grenzwerten angesteuert werden. Dies bietet dem Ingenieur die gewünschte Flexibilität, um in der Entwicklungsphase den Prüfling zu qualifizieren. Die Positionen (Stellung 1…3) bieten die Anwahl von vorprogrammierten Sollwerten, was die Bedienung für die Serienprüfung stark vereinfacht und kostspielige Fehleingaben verhindert. Die Wahlschalter interagieren mit der G5 Firmware und werden jeweils auf die I/O Schnittstelle verdrahtet und eingelesen. Die Programmierung der gewünschten Sollwerte erfolgt über einen passwortgeschützten Bereich der G5.Control Software. Werden über die I/O Schnittstelle die vorprogrammierten Sollwerte angesteuert, so bietet die neue «Active Interface» Auswahl der G5.Control Software weitere programmierbare Ansteuerschnittstellen wie z.B. dem HMI.
Unser “Playground”
Haben Sie zusätzliche Anforderungen betreffend die oben beschriebenen Systemfunktionen?
Sind prüfstandsspezifische Schnittstellen oder erhöhte Umweltanforderungen notwendig?
Die Experten von REGATRON stehen dem Kunden zur Seite. REGATRONs kundenspezifische und schlüsselfertige Prüfsysteme werden immer in engem Kontakt zwischen unseren Applikationsingenieuren und dem Kunden entwickelt. Dies gilt von der ersten Konzeptbesprechung bis hin zu anspruchsvollen Werksabnahmeprüfungen und Produktschulungen
Wir denken an:
Umweltbedingungen
- Erhöhter Schutz bis zu IP54 für luft- oder flüssigkeitsgekühlte Systeme
- Erhöhter Schutz gegen Schock und Vibrationen bei häufigem Transport durch ausgeklügeltes „Flight Case“ Design
Bequeme Handhabung
- Steckbare AC- und DC-Kabel
- DC-Schaltfeld zur manuellen Umkonfiguration von Einzel-, Parallel-, Serien- oder gemischtem Serien-/Parallelbetrieb (Matrix) bis zu 3000 VDC und 8000+ A
- Automatisierte Umschaltung von Parallel- auf Serien-/Matrixschaltung und umgekehrt
- Power Distribution Unit (PDU) für getrennte Anordnung des DC-Anschlusspunktes im Prüfstand und der Stromversorgung im Technikraum
- Netzanpassung an 220, 600 und 690 VAC mit Auto-Transformator
- Integration von Drittanbieterprodukten mit optionaler AC-Versorgung
- Laptop-Schublade
Sicherheit
- Entladung der Restenergie von rotierenden Lasten durch die zusätzliche DC-Entladeeinheit (DDU) nach Abschaltung des Prüfstandes
- Isolationsüberwachung: Fernaktivierung der Isolationsmessung, Isolations-Istwert und Warn-/Fehlerstatus werden über die CANmp-Schnittstelle bereitgestellt
- Fehlerstromüberwachung (RCD) für geerdete Systeme bis 3000 VDC
- Vereinfachter und sicherer Betrieb durch vorprogrammierten Überspannungsschutz und digitale Sicherungen mit Sofort- und I2t-Auslösung. Unterschiedliche Schutzstufen für verschiedene Prüflinge werden entweder über verschiedene Schnittstellen vom Prüfautomationssystem des Anwenders programmiert oder manuell durch digitale Eingangssignale aktiviert oder noch komfortabler auf verschiedene Wahlschalterpositionen verdrahtet
- Kundenspezifische Sicherheitsschnittstellen und Sicherheitsverdrahtung für den Multisystembetrieb
Haben Sie Fragen oder stehen Sie vor einer ähnlichen Herausforderung?
Wenden Sie sich an unser Team – wir unterstützen Sie gerne mit technischem Fachwissen und lösungsorientierter Beratung.
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